Mit dem Projekt “Begrünung und Entsiegelung des Firmensitzes in Hörstel” verwandelt die Borgel Elementbau GmbH ihren Firmensitz in eine klimaresistente, ressourcenschonende und zukunftsfähige Anlage.
Im Mittelpunkt des Projekts steht ein ganzheitliches Konzept, das die Begrünung von Gebäuden und Freiflächen, großflächige Bodensanierung und ein intelligentes Bewässerungsmanagement miteinander verbindet.
Die Pläne sehen verschiedene Formen von begrünten Fassaden vor – erdbasierte, an Wänden befestigte und in Pflanzrinnen integrierte Begrünungssysteme – sowie begrünte Dächer und Freiflächen, die zur Förderung der Artenvielfalt beitragen. Gleichzeitig werden undurchlässige Flächen in durchlässige Flächen umgewandelt und durch wasserdurchlässige, begrünte Pflasterflächen ersetzt, deren Fugenbegrünung aus 100%-Wildblumen besteht.
Ein intelligentes Bewässerungsmanagement sorgt dafür, dass die Begrünungssysteme bedarfsgerecht mit Wasser versorgt werden. Zu diesem Zweck kommt ein automatisiertes, sensorgesteuertes Bewässerungssystem zum Einsatz.
Klimanpassung und Innovation miteinander verbinden
Das Projekt zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit unseres Firmengeländes gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels – insbesondere Hitze und Starkregen – nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig sollen das Mikroklima und die Qualität der Außenumgebung verbessert sowie neue Lebensräume geschaffen werden, um so zur Artenvielfalt beizutragen.
Für Borgel dient das Projekt zudem als praktischer Demonstrationsstandort. Als Spezialisten für anspruchsvolle Gebäudehüllen möchten wir zeigen, wie sich die Begrünung von Gebäuden technisch und baulich in Industrie- und Gewerbegebäude integrieren lässt.
Wir betrachten die Begrünung nicht lediglich als isolierten, zusätzlichen Bestandteil. Tragwerk, Gebäudehülle, Bewässerung, Entwässerung, Brandschutz, Bepflanzung und zukünftige Instandhaltung müssen bereits in der Planungsphase aufeinander abgestimmt werden. Genau diese Kompetenz im Umgang mit Schnittstellen wollen wir durch dieses Projekt auf unserem eigenen Gelände weiterentwickeln und für zukünftige Projekte nutzen.
Finanziert durch den EFRE/JTF
Dieses Projekt wird von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Förderprogramms ERDF/JTF finanziert. “Klimaanpassung.Unternehmen.NRW” Die förderfähigen Gesamtkosten belaufen sich auf €235,000, mit einem Finanzierungssatz von 50 Prozent—dies entspricht einer Förderung von €117,500. Mit diesem Projekt investieren wir gemeinsam in einen Wirtschaftsstandort, der Klimaanpassung mit nachhaltiger Unternehmensentwicklung verbindet.
Klimaanpassung auf der Grundlage standortspezifischer Daten
Unser Projekt beginnt schon lange bevor die eigentlichen Begrünungsarbeiten anlaufen. Im Rahmen des Antragsverfahrens haben wir eine eingehende Untersuchung durchgeführt, um festzustellen, inwieweit unser Firmengelände in Hörstel vom Klima beeinflusst wird.
Diese Bewertung basierte auf Daten aus der NRW-Klimaatlas und die Klimawirkungsanalyse für den Kreis Steinfurt. Zu den untersuchten Schlüsselfaktoren zählten zunehmende Hitzebelastung, Starkregenereignisse und der hohe Versiegelungsgrad sowie die daraus resultierenden Auswirkungen auf Gebäude, Freiflächen und die Umweltqualität für die Menschen.
Auf der Grundlage dieser Analyse haben wir ein Maßnahmenkonzept für unser Gelände entwickelt: verschiedene Formen der Begrünung von Gebäuden und Freiflächen, die Beseitigung versiegelter Flächen sowie ein intelligentes Regenwasser- und Bewässerungsmanagementsystem.
Auf diese Weise ist die Klimaanpassung keine isolierte Maßnahme, sondern ergibt sich aus einer Standortanalyse und dem Zusammenspiel verschiedener, gut aufeinander abgestimmter Lösungen.
Weitere Informationen:
Klimawirkungsanalyse für den Kreis Steinfurt
Anpassung an die Klimafolgen – energieland2050